rechte von schichtarbeitern

veröffentlicht am 10.04.2014von

Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat eine bedeutende Entscheidung für Schichtarbeiter getroffen: Können Schichtarbeiter aus gesundheitlichen Gründen keine Nachtschicht mehr leisten, sind sie deshalb nicht arbeitsunfähig krank. Betroffene Mitarbeiter haben stattdessen einen Anspruch auf Beschäftigung ohne Nachtschicht – der Arbeitgeber muss sie dafür tagsüber einsetzen (BAG vom 09.04.2014 – 10 AZR 637/13). Das Gericht schützt Schichtarbeiter mit dieser Entscheidung vor Verlust des Arbeitsplatzes.

Im vorliegenden Fall hatte eine Krankenschwester geklagt, die nach 30 Jahren im Schichtdienst wegen gesundheitlicher Probleme keine Nachtschicht mehr leisten konnte. Sie erklärte sich jedoch weiterhin bereit alle anderen Schichten zu übernehmen. Der Arbeitgeber hingegen erklärte sie für arbeitsunfähig und berief sich darauf, dass nach dem Haustarifvertrag die Beschäftigten verpflichtet seien auch Nachtschicht zu leisten.

Erfolg für die Klägerin

Die Richter bekräftigten die Krankenschwester, denn die Frau sei nicht arbeitsunfähig krank. Sie könne weiterhin alle Tätigkeiten einer Krankenschwester ausführen. Außerdem müsse die Klinik auf die gesundheitlichen Probleme der Mitarbeiterin Rücksicht bei der Erstellung des Schichtplans nehmen.

Weiterhin wurde in der Entscheidung hinzugefügt, dass die Mitarbeiterin ihre Leistung angeboten hat. Das Krankenhaus habe dagegen verweigert, die Leistung anzunehmen. Somit hat die Mitarbeiterhin einen Anspruch auf rückwirkende Vergütung und erhält ihren Arbeitsplatz zurück.