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veröffentlicht am 03.03.2014 von

Die heiße Phase der Narren ist bereits im vollen Gange. Ob Karneval oder Fasching – überall wird heiter und ausgelassen gefeiert. Um sich jedoch einigen Ärger zu ersparen, sollte man sich im Arbeitsalltag an einige Regeln halten. Im Folgenden einige Rechtstipps:

Vorsicht beim Krawatten abschneiden

Abgeschnittene Krawatten gehören an Weiberfastnacht einfach zum Brauch. Fraglich ist jedoch, ob trotz Brauch das Kürzen des Schlipses rechtliche Konsequenzen haben kann.

Das Amtsgericht in Essen hat hierzu entschieden, dass auch an Weiberfastnacht das Abschneiden eines Schlipses nur bei Einwilligung des Krawatteneigentümers nicht zur Schadensersatzpflicht führt (Urteil vom 03.02.1988 – 20 C 691/87). Wer also den Schlips des Arbeitskollegen oder des Vorgesetzten kürzen möchte, muss darauf achten, sich vorher dessen Einverständnis zu holen.

Alkohol während der Arbeitszeit?

Karneval ohne Alkohol ist für viele Narren einfach undenkbar! Doch unerlaubter Alkoholgenuss am Arbeitsplatz kann arbeitsrechtliche Folgen mit sich bringen und gegebenenfalls zu einer Abmahnung führen. Vor allem in Unternehmen, in denen striktes Alkoholverbot herrscht, sollte unbedingt vorher mit dem Chef abgesprochen werden.

Kostümiert zur Arbeit?

Ob Clown, Cowboy oder Prinzessin – Faschingszeit ist Kostümzeit. Doch ist es eigentlich erlaubt, dass  Mitarbeiter verkleidet zur Arbeit gehen?

Auch hier kommt es insbesondere auf die Regelung in der Firma an, denn eine gesetzliche Regelung zur Bekleidung an Karneval gibt es nicht. Wenn es durchaus üblich ist, dass im Unternehmen zur Karnevalszeit Kostüme getragen werden, so stellt dies in der Regel weiterhin kein Problem dar.

Gelten im Unternehmen jedoch strenge Kleidungsvorschriften, ist Vorsicht geboten. Insbesondere wenn im Arbeitsvertrag oder in einer Betriebsvereinbarung Kleidungsvorschriften enthalten sind, müssen Arbeitnehmer sich daran halten. Andernfalls droht eine Abmahnung.

Ferner kommt es darauf an, in welcher Branche man tätig ist. In Krankenhäusern oder im Baugewerbe ist das Tragen von Dienstkleidung Pflicht. Daher sollte die Kostümierung unbedingt vorher mit dem Chef abgesprochen werden. Im Einzelhandel z.B. kann es hingegen durchaus erwünscht sein, kostümiert zur Arbeit zu kommen.

Fazit

Wie weit Sie mit am Arbeitsplatz gehen dürfen, hängt letztendlich stark von Region, Branche und Unternehmen ab. Wichtig ist vor allem, dass die arbeitsvertraglichen Pflichten nicht unbeachtet bleiben. Wer gegen die Regeln verstößt, riskiert eine Abmahnung. Im Falle einer Wiederholung kann sogar die Kündigung drohen.