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veröffentlicht am 20.11.2014von

Harte Zahlen, die großen Linien in der Politik, Überblick zur Rechtsprechung – am zweiten Forumstag war für Abwechslung gesorgt.

„Besser atypische Arbeit als keine?“ Mit dieser Frage startete Professor Jutta Allmendinger in den zweiten Forumstag. Die international renommierte Wissenschaftlerin und gefragte Beraterin in Politik und Wirtschaft präsentierte harte Zahlen, detaillierte Grafiken und jede Menge aktuelle Erkenntnisse rund um Teilzeitarbeit und Befristung.

Doch wer befürchtet hatte, hier eine trockene Ansammlung von sperrigen Fakten referiert zu bekommen, wurde glücklicherweise enttäuscht. Die versierte und rhetorisch brillante Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin kombinierte profundes Wissen mit Schlagfertigkeit und wurde dafür mit viel Applaus belohnt. Und für die männlichen Teilnehmer hatte sie auch noch eine Botschaft parat: „Frauen haben keinen Bock auf Männer mit schlechter Bildung!“ Das anschließende Gespräch zu den Auswirkungen der Krise in Europa auf die Arbeitnehmerrechte zeichnete sich dann weniger durch den im Programm getitelten „Streit“ aus. Vielmehr skizzierten die drei Diskutanten unter Leitung von SZ-Wirtschaftsredakteur Marc Beise die großen Linien in der derzeitigen Diskussion. Sahra Wagenknecht, Anton Hofreiter und Jens Schubert berichteten mit unterschiedlichen Akzenten über den Einfluss der Lobbyisten, die Notwendigkeit von Mindeststandards und ihre Befürchtungen zur Einschränkung von deutschen Arbeitnehmerrechten, beispielsweise beim Thema Arbeitszeit und im Datenschutz.

Ganz konkret wurde es dann bei den BAG-Richtern Kreft und Reinfelder, die über aktuelle individualarbeitsrechtliche Entwicklungen berichteten.

Das war am 11. November 2014

Berlin ist immer eine Reise wert. Das erlebten die Teilnehmer des Rahmenprogramms am Dienstagabend. Wer nach der politischen Diskussion des Vormittags sich mal den Ort der parlamentarischen Auseinandersetzung mit eigenen Augen ansehen wollte, bekam bei der Reichstagsführung einen – im wahrsten Sinne des Wortes – guten Überblick über den Deutschen Bundestag, konnte die spektakuläre Architektur der Glaskuppel erlaufen und danach den Blick über die Dächer von Berlin genießen.

Ganz handfest wurde es für die Teilnehmer der „Currywurst-Reise“. Per Bus wurden verschiedenste Buden angesteuert und so gab es genügend Gelegenheit, eine der kulinarischen Attraktionen ausgiebig zu genießen. Wer danach immer noch hungrig ins Hotel zurückkam, dem war wohl nicht mehr zu helfen.

Gutes Schuhwerk bewies sich als hilfreich und fußschonend bei der Citytour durch Berlin. Wer nach dem ganztätigen Sitzprogramm mal etwas für die Bewegung tun wollte, konnte sich zahlreiche touristische Highlights erlaufen und bekam so hoffentlich noch mehr Appetit auf das einzigartige Flair und die nahezu unbegrenzten Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt.

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