Sommertagung-2015-Tag-Drei

veröffentlicht am 30.06.2015von

Tag drei stand voll im Zeichen von Gruppenarbeit und Mannschaftssport. Von morgens bis abends wurden Tisch, Stuhl und Füße bewegt.

Mit den Intensiv-Panels ging es heute weiter. Zusammen mit Christoph Tillmanns und Melanie Maußner arbeiteten die jeweiligen Teilnehmer an einer BV zur Arbeitszeit bei mobiler Arbeit. Die bewährte Kombination aus Fachanwältin und Richter zeigte, wie eine derartige Vereinbarung aussehen sollte. Dabei wurde auf die verschiedenen Arbeitszeitmodelle eingegangen und keine Teilnehmerfrage blieb unbeantwortet.

Bei Eva-Maria-Stoppkotte begriffen die Betriebsräte, dass die gesunde Ausgestaltung der Arbeitsbedingungen eine zentrale Aufgabe ihrer Arbeit ist und mit Hilfe von Überlastungsanzeigen auch dem letzten Arbeitgeber deutlich gemacht werden kann, wenn es brennt.

Nie wieder durch „Kunstfehler“ Mitbestimmungsrechte versemmeln! Dafür wollte Aurel Waldenfels die Teilnehmer seines Panels sensibilisieren. So erklärte er, dass „schriftlich nicht gleich schriftlich“ ist und auch eine E-Mail „schriftlich“ in diesem Sinne sein kann. Die Bedürfnisse der Teilnehmer traf besonders das Thema von Martin Wenning-Morgentahler. Anschaulich stellte er u.a. die kreative Vielfalt der unverhältnismäßigen Eingriffe in das allgemeine Persönlichkeitsrecht der Arbeitnehmer dar. So dürfen Arbeitgeber auch bei Verdacht, der Arbeitnehmer habe eine „Rolle Geldscheine im Hintern“, sicherlich keine körperliche Durchsuchung anordnen. Auch nicht in der Bundesdruckerei! Nicht zuletzt brachte Silke Greve auch den Unerfahrensten die Grundlagen des Datenschutzes näher und ließ ihre Betriebsräte einmal in die Rolle des Arbeitgebers schlüpfen, um eine andere Sicht auf die Dinge zu gewinnen.

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