Burghard Kreft

Vorsitzender Richter am Bundesarbeitsgericht

Dienstag, 11. November 2014
11:00 Uhr – 12:30 Uhr

Vortrag:
Von Arbeitszeit bis Beschlussfassung:
Mitbestimmungsrechte des BR

 

Deutschlandweit bekannt wurde Burghard Kreft mit dem Fall «Emmely», den er 2010 als Vorsitzender verhandelte. Das Bundesarbeitsgericht kippte damals die Kündigung der Kassiererin aus Berlin. Sie war im Februar 2008 wegen der Einlösung zweier liegengebliebener Pfandbons im Wert von 1,30 Euro fristlos entlassen worden.

Burghard Kreft schloss 1978 mit dem Zweiten Juristischen Staatsexamen seine Ausbildung ab und startete seine Kariere als Wissenschaftlicher Assistent an der Universität Berlin. Nach Stationen am Landgericht Berlin und Arbeitsgericht Berlin trat er 1986 in den Justizdienst an unterschiedlichen Arbeitsgerichten des Landes Nordrhein-Westfalen ein. Im Februar 1998 wurde er Richter am Bundesarbeitsgericht. Im Juli 2009 wurde er zum Vorsitzenden des 2. Senates ernannt, der sich vor allem mit dem Kündigungsrecht befasst. Lange Zeit war er Pressesprecher des Bundesarbeitsgerichts.

Er ist Mitherausgeber des Kommentars zum Betriebsverfassungsgesetz, 4. Auflage und Autor zahlreicher weiterer Fachveröffentlichungen.