Prof. Jutta Allmendinger, Ph.D.

Präsidentin Wissenschaftszentrum Berlin

Dienstag, 11. November 2014
09:00 Uhr – 10:30 Uhr

Vortrag:
Besser atypische Arbeit als keine?
Teilzeitarbeit und Befristung im europäischen Kontext

Die Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB) startete mit ihren lebensnahen und zugleich provokanten Thesen (z. B. zur 32-Stunden-Woche) eine beispiellose Karriere und ist in der Politik eine gefragte Ansprechpartnerin.

Sie gehört nicht zu den Professoren, die im stillen Kämmerchen forschen. Jutta Allmendinger ist eine innovative Professorin, die auf Menschen zugeht, mit großer Neugierde und Begeisterungsbereitschaft. Sie forscht darüber wie die Lebensverläufe der Menschen geprägt werden, vor allem von Institutionen zur Aus- und Weiterbildung, zum Arbeitsmarkt und Wohlfahrtsstaat. Weiteres Spezialgebiet ist die Ungleichheit von Männern und Frauen in der Arbeitswelt.

Sie hat Pionierarbeit geleistet. 1999 etwa führte Jutta Allmendinger den Begriff der Bildungsarmut in die stark ökonomisch geprägte Debatte zur Arbeitsmarktpolitik ein. Für ihre großen wissenschaftlichen Erfolge erhielt sie 2013 am Tag der Deutschen Einheit von Bundespräsident Joachim Gauck das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

Seit 2007 ist Prof. Allmendinger Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB), dem größten sozialwissenschaftlichen Forschungsinstitut Europas. Sie ist Professorin für Bildungssoziologie und Arbeitsmarktforschung an der Humboldt-Universität zu Berlin und seit 2012 Honorarprofessorin für Soziologie an der Freien Universität Berlin.