Wallraff deckt auf - burger-king

veröffentlicht am 30.04.2014von

Enthüllungsjournalist Günter Wallraff war auch dieses Mal wieder „undercover“ unterwegs. In der neuen Folge der Serie „Team Wallraff deckt auf“ beschäftigt er sich mit den vermeintlich miserablen Arbeitsbedingungen und gesundheitsgefährdenden Produkten der Fast Food Kette „Burger King“.

Mit Hilfe eines Undercover-Reporters – getarnt als Küchenhilfe – deckt er Missstände in einigen Burger King Filialen auf und prangert damit fragwürdige Arbeitsbedingungen sowie Hygienemängel öffentlich an.

Das Ergebnis der Reportage ist erschreckend: Aufgrund von Keimproben kommen unzumutbare Hygienezustände ans Tageslicht. Dabei müsste doch gerade in der Küche, wo Lebensmittel aufbewahrt und Burger und Pommes zubereitet werden, größtmögliche Hygiene herrschen?

Doch das Gegenteil ist der Fall. So wird das Haltbarkeitsdatum der Lebensmittel anscheinend systematisch missachtet: Lebensmittel, deren Verfallsdatum bereits überschritten ist, werden einfach mit neuen Etiketten versehen. Die Toiletten werden geputzt und direkt im Anschluss frisches Fleisch angefasst. In einigen Filialen gibt es nicht einmal einen Dosenöffner: die Dosen werden mit einem Messer geöffnet. Benutztes Geschirr wird mit der Hand abgewaschen – mit lauwarmem Wasser und ohne Bürste, denn eine Spülmaschine gibt es auch nicht.

Das Frittierfett wird entsorgt bevor es richtig abgekühlt ist, da sonst die Prozedur zu lange dauern würde. Die ungeliebte Folge für die Geschäftsführung: Mehr Arbeitszeit, mehr Lohn. Auch das Umziehen vor und nach der Arbeit wird in den gezeigten Filialen aus diesem Grund nicht zur Arbeitszeit gezählt. Im Übrigen darf die Zubereitung eines Burgers nicht länger als 20 Sekunden dauern.

Auch die Chancen für den Erhalt von Weihnachts- und Krankengeld stehen schlecht: geringfügig Beschäftigte erhalten grundsätzlich keine Zusatzzahlungen. Alles Sparmaßnahmen, womit das Schnellrestaurant vermeintlich seinen Gewinn steigert.

Bei dem diesjährigen Betriebsräte Forum dürfen wir Herrn Wallraff als einen unserer Referenten begrüßen.